Cesare Prandelli tritt nach Italiens vorzeitigen WM-Aus zurück

By | 25. Juni 2014
Cesare Prandelli steht unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung in Italien

Foto: Football.ua / Wikimedia

Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli hat nach dem vorzeitigen Vorrunden-Aus der Squadra Azzurra bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien seinen Rücktritt bekannt gegeben. Auch Verbandspräsident Giancarlo Abete erklärte auf der Pressekonferenz unmittelbar nach der Niederlage gegen Uruguay seinen Rücktritt. Als Nachfolger von Prandelli werden Luciano Spalletti und Roberto Mancini gehandelt.

Nach dem vorzeitigen WM-Aus Italiens bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien scheinen sich die Ereignisse beim italienischen Fußballverband FIGC zu überschlagen. Unmittelbar nach der 0:1 Niederlage gegen Uruguay hat Nationaltrainer Cesare Prandelli noch im Stadion seinen Rücktritt erklärt. Der 56-jährige äußerte sich auf der Pressekonferenz wie folgt dazu:

Am Ende des Spiels habe ich zum Verbandspräsidenten gesprochen. Weil es meine Verantwortung ist, habe ich ihm gesagt, dass ich zurücktrete. Wenn die Strategie versagt, bin ich verantwortlich

Trotz des WM-Debakels dürfte dieser Schritt den einen oder anderen Fußballfan überraschen, denn Prandelli hatte erst kurz vor Beginn der WM-Endrunde seinen Vertrag mit dem FIGC um zwei weitere Jahre verlängert.

Neben Prandelli hat auch Verbandspräsident Giancarlo Abete seinen Rücktritt angekündigt:

Ich trete ebenfalls zurück. Ich werde dem Fußball aber in meinen anderne Funktionen erhalten bleiben. Mit meinem Rücktritt will ich Platz für einen Neuanfang machen

Wer folgt auf Prandelli? Spalletti oder Mancini?

Damit muss sich der Vize-Europameister von 2012 knapp zwei Monate vor Beginn der EM-Qualifikation 2016 auf die Suche nach einem neuen Nationaltrainer machen. Als Prandelli-Nachfolger werden bereits erste Namen gehandelt, als aussichtsreichster Kandidat gilt der zuletzt von Zenit St. Petersburg gefeuerte Luciano Spalletti. Als Alternative kommt auch Roberto Mancini infrage, der sich vor wenigen Tagem vom türkischen Klub Galatasaray getrennt hatte. Die Nachfolge von Verbandspräsident Giancarlo Abete dürfte sich indes schwieriger gestalten.

Italien trifft in der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2016 in der Gruppe H neben WM-Teilnehmer Kroatien auch auf Aserbaidschan, Bulgarien, Malta und Norwegen.

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