EM-Qualifikation 2016: Vorschau und Analyse der Gruppe A

By | 12. August 2014
EM-Qualifikation 2016: Vorschau und Analyse der Gruppe A

Foto: em2016-frankreich.net

Die EM-Qualifikationsgruppe A verspricht einige spannende Spiele. Neben WM-Halbfinalist Niederlande machen sich vor allem die Türkei und Tschechien Hoffnung auf eine erneute EM-Endrunden-Teilnahme. Island, Kasachstan und Lettland haben bisher noch nie an einer Fußball-Europameisterschaft teilgenommen. Erfahrt hier alles über die EM-Qualifikationsgruppe A! Wer sind die Favoriten? Wer sind die Außenseiter?

Nach einer Fußball-Weltmeisterschaft kommt bekanntlich eine Europameisterschaft. Bereits acht Wochen nach der WM 2014 müssen die europäischen Nationalmannschaften wieder ran. Für die Niederlande, die in Brasilien erst im Elfmeterschießen an Argentinien gescheitert ist, dürfte es besonders schwer fallen sich bereits wieder auf die EM-Qualifikation 2016 zu konzentrieren. Ausgerechnet direkt zum Auftakt kommt es zu einem Spitzenspiel für Oranje.

Niederlande: Das Erbe von Louis van Gaal

Bereits vor der WM 2014 in Brasilien stand fest, dass Bondscoach Louis van Gaal die niederländischen Trainerbank verlässt und zu Manchester United wechselt. Sein Nachfolger heißt Guus Hiddink und ist kein Unbekannter in den Niederlanden. Hiddink trainiert die Elftal bereits von 1994 bis 1998 und führte diese unter anderem zur EM 1996 nach England und zur WM 1998 nach Frankreich. Knapp 16 Jahre später lautet das Ziel erneut Frankreich.

Unter van Gaal hat die Niederlande ein ganz neues System gespielt, die klassische niederländische 4-3-3-Formation wurde abgeschafft und van Gaal setzte auf ein 5-3-2. Eine sehr Defensive Spielart die in der Heimat trotz des Erfolgs auf viel Kritik gestoßen ist. Es wird spannend zu sehen ob Hiddink an dieser taktischen Formation festhält oder erneut zum präferierten/offensiven 4-3-3 mit drei Stürmern wechselt.

Umbrüche in der Nationalmannschaft der Niederländer sind kaum zu erwarten, die Verjüngungskur hat bereits in der Qualifikation zur WM 2014 stattgefunden. Fraglich ist jedoch ob Spieler wie Rafaael van der Vaart, Dirk Kuyt oder Nigel de Jong mit Anfang 30 weiterhin tragende Rollen unter Hiddink einnehmen.

Favoriten auf die direkte Qualifikation zur EM 2016

Allein vor dem Hintergrund, dass die Niederlande der einzige WM-Teilnehmer aus der Qualifikationsgruppe A ist, macht die Mannschaft zum größten Favoriten auf den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation. Ob die Niederlande ungeschlagen wie bei der WM 2014-Quali durchmarischien bleibt abzuwarten, aber der Sieg in der Gruppe A läuft nur über Arjen Robben & Co.

Mit Blick auf die aktuelle Weltrangliste folgt auf die Niederlande die Türkei, die derzeit auf dem 32. Rang liegt. Die Türkei hat zu Letzt 2008 an einem großen internationalen Turnier teilgenommen, der EM in Österreich und der Schweiz. Sowohl die WM 2010 als auch die EURO 2012 in Polen und der Ukraine hat man verpasst. Unter Erfolgscoach Fatih Terim will man nach acht Jahren endlich wieder an einer Endrunde teilnehmen. An individueller Qualität hat es den Türkei nie gemangelt, auch jetzt verfügt man mit Spielern wie Arda Turan, Nuri Sahin oder Burak Yilmaz über internationale Spitzenleute, doch das Mannschaftsgefüge hat in der Vergangenheit nicht wirklich gestimmt.

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Niederlande
1,20

1,25

Türkei
8,00

7,00

Tschechien
9,50

8,00

Direkt hinter der Türkei folgt bereits Tschechien, der Vize-Europameister von 1996 liegt derzeit auf dem 35. Rang der FIFA-Weltrangliste und wird sich aller Voraussicht nach mit der Türkei um den zweiten Platz „streiten“. Für die Tschechen die 2012 in Polen und der Ukraine im Viertelfinale mit 0:1 an Portugal gescheitert sind, wird der Qualifikationsauftakt gegen die Niederlande besonders wichtig. Mit einem guten Ergebnis zu Hause kann man sich Selbstbewusstsein für die weiteren Aufgaben holen.

Die Außenseiter in der EM-Qualifikationsgruppe A

Mit Island, Lettland und Kasachstan gibt es drei Außenseiter in der EM-Qualifikationsgruppe A, alle drei Teams konnten sich bisher noch nie für eine EM-Endrunde qualifizieren. Der stärkste unter den Außenseitern dürfte Island sein, die es immerhin in die WM-Playoffs 2014 geschafft haben und dort erst an Kroatien gescheitert sind. Dennoch, diese Mannschafen werden voraussichtlich nicht über den Status eines besseren Sparringspartners hinauskommen, die hier und dort die Großen Mannschaften ärgern können und dies sicherlich auch tun werden.

Ähnlich wie für Tschechien könnte auch für Island das erste Qualifikationsspiel zu Hause gegen die Türkei bereits ein Meilenstein werden. Ein Sieg gegen die favorisierten Türken würde sicherlich Kräfte freisetzen mit denen man die restliche Qualifikation erfolgreiche bestreiten könnte.

Vorschau und Analyse der EM-Qualifikationsgruppen

Wer sind die Favoriten? Wer sind die Außenseiter in der EM-Qualifikation 2016? Erfahrt hier alles zu den einzelnen Gruppen, bis zum Start der Qualifikation Anfang September werden wir alle neun Gruppen genauer unter die Lupe nehmen.

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