EM-Qualifikation 2016: Die Favoriten straucheln

By | 21. April 2015
Xavi tritt aus spanischer Nationalmannschaft zurück

Foto: Дмитрий Неймырок / Wikpedia

Es ist Halbzeit in der EM-Qualifikation 2016 und viele Top-Nationen stehen längst nicht da, wo sie eigentlich hingehören. Verletzungsbedingte Ausfälle, Mehrfachbelastung und Umbrüche setzen den Mannschaften zu und haben zumindest zu Beginn der Qualifikation für einige Ausrufezeichen gesorgt.

Seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 belegt Deutschland Platz 1 der FIFA-Weltrangliste. Dieser Status muss im Sommer nächsten Jahres untermauert werden, denn trotz der leichten Formkrise zu Beginn der EM-Quali wird das DFB-Team zu den Top-Favoriten gehören. An der Qualifikation besteht trotz des bescheidenen Starts kein Zweifel; der Pflichtsieg gegen Georgien war zwar glanzlos, doch am Ende zählen nur die Punkte. Nach fünf von zehn Spielen belegt Deutschland Platz 2 hinter Polen, der Unterschied beträgt einen Punkt – allerdings ist Schottland punktgleich und weist sogar die bessere Tordifferenz auf.

Spanien, Italien und Niederlande weit entfernt vom Optimum

Auch die ehemaligen Abo-Champions aus Spanien sehen noch viel Luft nach oben. Die Niederlage am zweiten Spieltag gegen die Slowakei war alles andere als eingeplant; aktuell steht Spanien auf Platz 2 mit drei Punkten Rückstand auf eben jene Slowaken. Gefahr nach unten scheint nicht zu drohen, da die Ukraine noch das stärkste Team im bescheidenen Verfolgerfeld ist. Dennoch: Die Spanier haben bereits einmal erlebt, dass es nicht immer kommt wie geplant, und sind gut beraten, weiteren Sensationen einen Riegel vorzuschieben – das Potenzial dazu ist schließlich vorhanden.

Ebenfalls „nur“ auf Platz 2 rangiert derzeit die Squadra Azzurra. Gruppenerster sind die Kroaten, die ein Unentschieden weniger, dafür einen Sieg mehr auf dem Konto haben. Italien gilt nach wie vor als Favorit auf den Gruppensieg, sofern die Konzentration auch gegen No-Name-Teams wie Aserbaidschan oder Malta hoch gehalten werden kann (gegen Bulgarien gelang genau das nämlich nicht).

Deutlich brisanter sieht es in den Niederlanden aus. Die Elftal, ihres Zeichens die Nr. 6 der Weltrangliste, liegt auf Platz 3 in Gruppe A. Fünf Punkte Rückstand auf den Zweitplatzierten Island, sechs Punkte auf Tabellenführer Tschechien – weiter entfernt vom eigenen Anspruch könnte Oranje nicht sein. Das Last-Minute-Remis gegen die Türkei war ein neuerlicher Beweis dafür.
Fußball-Fans, denen vor allem an Spannung gelegen ist, sollten deswegen vor allem die Gruppe A im Auge behalten, da es dort schon jetzt nach einer mittelschweren Sensation riecht.

König Fußball regiert nach wie vor, wie die Sportwetten auf digibet.com eindrucksvoll zeigen. Vor allem die internationalen Begegnungen scheinen den Spieltrieb im Sport-Fan zu wecken, und das nicht nur auf Club-Ebene. Die bisherigen Überraschungen in der EM-Quali dürften einigen mutigen Wett-Freunden gutes Geld gebracht haben; auf der anderen Seite haben viel mehr Spieler sicher geglaubtes Geld verloren.

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