Russland entlässt Fabio Capello

By | 14. Juli 2015
Fabio Capello wird Russland nach der WM 2014 auch in die EM-Qualifikation führen

Foto: Paulblank / Wikimedia

Der russische Fußballverband RFU hat heute vollkommen überraschend bekannt gegeben, dass man sich mit sofortiger Wirkung von Nationaltrainer Fabio Capello getrennt hat. Der WM-Gastgeber 20018 liegt aktuell nur auf einem Playoff-Platz in der EM-Qualifikation 2016 und droht die Endrunde kommendes Jahr in Frankreich zu verpassen.

Die Zeit von Fabio Capello auf der Trainerbank der russischen Nationalmannschaft ist beendet, nach knapp drei Jahren zieht der RFU die Reißleine und hat den „teuersten Nationaltrainer der Welt“ vorzeitig entlassen. Auf der offiziellen Webseite des russischen Verbands äußerte man sich in einer Erklärung wie folgt dazu: „Der russische Verband und Cheftrainer Fabio Capello haben einvernehmlich ihr Arbeitsverhältnis beendet. Die RFU dankt Capello für seine Arbeit als Cheftrainer der Nationalmannschaft des Landes und wünscht ihm viel Erfolg vor seine künftige berufliche Tätigkeit“.

Ob die Trennung tatsächlich einvernehmlich erfolgt ist darf stark bezweifelt werden. Der 69-jährige Capello stand bereits seit geraumer Zeit in der Kritik von Fans und Medien und auch sportlich gesehen lief es zuletzt alles andere als rund für die Sbornaja. In der EM-Qualifikation 2016 belegt man lediglich den dritten Rang in der Gruppe G hinter Österreich und Schweden und hat bereits vier bzw. sechs Punkte Rückstand auf die beiden ersten Plätze die einem direkt für die Endrunde qualifizieren.

Die vorzeitige Trennung aus dem bis ursprünglich 2018 gültigen Vertrags dürfte zu dem richtig teuer werden. Russischen Medienberichten zu Folge könnte Capello eine Abfindung in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro kassieren.

Wer die Nachfolge von Fabio Capello antritt ist derzeit noch offen, doch viel Zeit hat der RFU nicht für die Suche eines neuen Nationaltrainers. Bereits Anfang September geht die EM-Qualifikation. Mit Leonid Sluzki, Trainer von ZSKA Moskau, soll jedoch bereits ein NAachfolger bereit stehen für den Job.

Hinterlass uns einen Kommentar