EM 2016: Die Spannung in der deutschen Gruppe spitzt sich zu

By | 20. Juni 2016
DFB-Team startet als Weltranglisten-Erster in die EM-Qualifikation 2016

Foto: betochagas, Germany soccer player, © depositphotos.com

Wie wir uns dem Ende der EM-Gruppenphase nähern, steigt der Druck in der Gruppe C, wo noch alles möglich ist. Deutschland und Polen führen die Gruppe mit jeweils 4 Punkten an, dahinter ist Nordirland mit 3. Der Ukraine scheint ihre mangelnde Torgefahr zum Verhängnis geworden zu sein und sie werden wahrscheinlich vorzeitig ausscheiden. Aber an der Spitze geht es eng zu und Deutschland muss sein Spiel deutlich verbessern, wenn sie immer noch als ein Titel-Kandidat gelten möchten.

Thomas Müller wird im letzten Gruppenspiel gegen Nordirland wahrscheinlich von Beginn an anlaufen. Mit ihm im Mittelfeld sieht die Mannschaft stark aus, aber wir werden wahrscheinlich Bastian Schweinsteiger vermissen müssen. Es ist unwahrscheinlich, dass er schon in der Lage ist, 90 Minuten durchzuspielen. Seine langwierige Verletzung steht dem im Weg. Der Youngster Julian Weigl könnte eine gute Alternative sein. Sein Passvermögen stellte er in der letzten Saison beim BVB eindrucksvoll zur Schau. Es sieht nach einem nervenaufreibenden Spiel für die deutschen Fans aus. Du kannst über die neuesten Entwicklungen und Wettquoten immer auf Betway auf dem Laufenden bleiben. Deutschlands Aussichten für das Weiterkommen sehen immer noch gut aus.

Aber unsere Leistung im Spiel gegen Polen war eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Als amtierender Weltmeister hätten wir das Spiel dominieren müssen, mit vielleicht dem gelegentlichen Aufblitzen der Polen. Aber keine der Mannschaften erfüllte die Erwartungen und es war eine recht armselige, torlose Begegnung. Der ehemalige Trainer der Schweizer Nationalmannschaft, Urs Siegenthaler, kommentierte die jüngsten Entwicklungen im internationalen Fußball so: “Die Luft wird immer dünner. Wir sind der Weltmeister, aber nun geben die kleinsten Dinge den Ausschlag.“ Während vor Kurzem noch das Spiel der großen Teams auf dem Ballbesitz beruhte, zeigen nun die Underdogs ihre Zähne und die Effizienz von einem schnellen Konterspiel. Leicester City und Atletico Madrid sind die offensichtlichen Vorbilder für diese Spielweise.

Wenn das Team von Joachim Löw bei der EM weit kommen möchte, dann müssen sie ihren Fokus verschieben: Vom Ballbesitz im Mittelfeld zur leistungsstarken Aggression. Es ist eine Herausforderung und eine komplett neue Denkweise, da schon das alte Sprichwort besagt: „Ohne den Ball kann die gegnerische Mannschaft kein Tor schießen“. Aber vielleicht sollte uns die Aussage des polnischen Trainers nach dem Spiel zu denken geben: „Deutschland hatte den Ball, weil wir ihnen den Ballbesitz überlassen haben.“ Ein müdes Mittelfeld kann von einem einzelnen Stürmer auf dem falschen Fuß erwischt werden, und das kann fatale Folgen haben. Der moderne Fußball ist durch ständige Veränderungen und Entwicklungen gekennzeichnet. Das deutsche Team muss sich diesen neuen Begebenheiten anpassen, um den Titel zu holen.

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